Ziele des Projekts

Ziel des Projekts ist, in Ergänzung zu bereits bestehenden Ansätzen, Akteur*innen in Bildungsprozessen zu befähigen, sich in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld bzw. institutionellen Umfeld für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt einzusetzen. Dabei werden sowohl heterosexuelle und cis-geschlechtliche Mädchen, Jungen, Pädagoginnen, Pädagogen und Leitungskräfte als auch lsbtqiap Jugendliche, Pädagog*innen und Leitungskräfte und ggf. bei Interesse zusätzlich Eltern aller Lebensweisen angesprochen.

Neben Fortbildung und Beratung liegt auch ein Schwerpunkt auf Vernetzung und Austausch, um der beschriebenen Vereinzelung entgegen zu wirken.

Einbezogen werden Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten zu geschlechterreflektierter Pädagogik in und außerhalb von Schule, geschlechterreflektierter Rechtsextremismusprävention (Vielfalt_Macht_Schule sowie GeReNep) sowie zu den Schnittstellen und Dynamiken zwischen geschlechterstereotypen Zuschreibungen, Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit in der sogenannten Mitte der Gesellschaft und extrem rechten sowie religiös fundamentalistischen Bewegungen.

Weitere Ziele sind:

  • Rückenstärkung von Jugendlichen, Pädagog*innen, Leitungskräften und bei Interesse Eltern, die sich für Akzeptanz (nicht nur) geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt und gegen Diskriminierung einsetzen wollen.
  • Förderung der Akzeptanz für geschlechtliche, amouröse und sexuelle Vielfalt in pädagogischen Institutionenkulturen
  • Verbesserung der Teilhabe-Chancen lesbischer, schwuler, bisexueller/bi-romantischer, transgeschlechtlicher, queerer, intergeschlechtlicher, asexueller, aromantischer sowie pansexueller/panromantischer (lsbtqiap) Kinder und Jugendlicher im Sinne ihres Menschenrechts auf Bildung
  • Förderung der Lernchancen und vielfältigen Entwicklungspotenziale von Kindern und Jugendlichen aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen über verengende geschlechts- und bindungsbezogene Normierungen hinaus
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Teilhabe-Möglichkeiten von LSBTQIA-Pädagog*innen im Sinne von Antidiskriminierung und Arbeitsgesundheit
  • Förderung eines Arbeitsklimas, das von Akzeptanz individueller Vielfalt in Bezug auf Geschlecht und sexuelle Orientierung (und darüber hinaus) und engagierter Antidiskriminierungsarbeit geprägt ist 
  • Förderung der methodisch-didaktischen Qualifikation pädagogischer Fach- und Leitungskräfte aller Professionen im Themenfeld
  • (Weiter-)Entwicklung und Verbreitung geeigneter Arbeitshilfen, Handreichungen, Methodenbeschreibungen und Qualitätsstandards zur pädagogischen Arbeit zum Thema
  • Förderung der Vernetzung engagierter Jugendlicher, pädagogischer Fach- und Leitungskräfte zum Thema
  • Generierung von Erkenntnissen über Barrieren, Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten bzgl. eines Einsatzes für die Akzeptanz geschlechtlicher, amouröser und sexueller Vielfalt in der Pädagogik in möglichst unterschiedlichen institutionellen und lebensweltlichen Kontexten
  • Weiterverbreitung der Projektergebnisse in die pädagogische und wissenschaftliche Fachöffentlichkeit, u.a. in Forschung sowie Aus- und Fortbildung von Pädagog*innen und Leitungskräften

Zuletzt aktualisiert am 26.07.2017